Marianne Graff
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Erlebnis von junikala
place 1 von 5 Punkten 13.01.13

Mit der Absicht, mich von meinen trockenen Spitzen zu trennen und einen schönen Haarschnitt zu bekommen, habe ich den "Frisör Saloon" betreten. Der Salon an sich ist außergewöhnlich eingerichtet und mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Ich wurde freundlich empfangen und hielt nach einer angenehmen Kopfwäsche Absprache mit dem Friseur über meine Vorstellungen.

Leider fiel das Ergebnis anders aus, als erwartet. Statt einer Anschrägung der Haare hatte ich plötzlich einen sehr stufigen Schnitt, der so nicht abgesprochen war. Das kann natürlich jedem Friseur mal passieren - aber die unsouveräne und unprofessionelle Reaktion der Chefin war inakzeptabel und ist Grund für diesen Eintrag.

Nachdem die Frisur also nicht wie nach Vereinbarung geschnitten wurde, äußerte ich meine Unzufriedenheit. Der Friseur gab sich zunächst Mühe das Malheur auszubessern. Leider half das nichts. Die darauf folgende unglaublich freche Argumentation des Mitarbeiters und der Chefin lief wie folgt ab:

1.) Ich solle doch erstmal nach Hause gehen, die Haare waschen und erneut stylen (obwohl ich für das alles bereits 40 EUR gezahlt hatte!!!), um dann zu sehen, ob ich mich mit den Haaren nicht "anfreunden" könne.

2.) Nachdem die Chefin genervt an meinen Platz kam (Zitat zum eigenen Mitarbeiter: "Was soll ich denn da jetzt machen?") wurde mir bestätigt, dass ein "paar Strähnen zu viel abgeschnitten wurden" aber es käme ja auch immer darauf an, "wie man die Haare zurecht mache und kämme".

3.) Nachdem ich von diesem Vorschlag nicht begeistert war, hat mir die Chefin den wertvollen Tipp gegeben, dass ich mir keine Sorgen machen solle, da die Haare ja wieder nachwachsen würden (Was wohl für niemanden ein zufriedenstellendes Ergebnis ist, wenn man eben dafür Geld gezahlt hat, dass sie schön geschnitten werden)

4.) Die Chefin wusste in dieser Situation wohl nicht weiter und wandte sich mir ab und einer anderen Kundin wieder zu. Als ich nachfragte, ob das jetzt ihr Lösungsvorschlag sei erwiderte sie in einem sehr frechen Ton, dass sie die Haare jetzt auch nicht mehr "ranzaubern" könne.

5.) Zum Schluss ergänzte sie, dass ich doch beim nächsten Mal eine genauere Beschreibung von meinen Vorstellungen liefern solle und auch explizit betonen solle, was ich NICHT will. (Ich gehe davon aus, dass man einem Friseur, der sein Fach beherrscht, den Wunsch nicht im Ausschlussverfahren erklären muss. D.h. z.B. wenn ich sage ich möchte eine Dunkelbraune Tönung - ist es klar, dass ich nicht rot, blond, pink, grün oder Ähnliches haben möchte.)

Nach ersten Protesten wurde mir - auf meinen Wunsch hin - die Hälfte des Preises zurück erstattet.

Fazit: Es geht mir nicht darum, dass ein Dienstleister keine Fehler machen darf. Vielmehr geht es mir um die Art und Weise, wie man eine solche Situationen meistert. Ich hätte mir an dieser Stelle Souveränität, Kundenorientierung und Professionalität erwartet. Davon war hier NICHTS zu spüren! Als Dienstleister sollte die Zufriedenheit und die Bindung der Kunden im Mittelpunkt stehen. Diese Chefin zeigte mit Ihrem Verhalten, dass man mit dieser Einstellung in diesem Laden nicht rechnen darf. Obwohl ich um die Ecke wohne und bestimmt eine gute Kundin oder mindestens ein guter Multiplikator hätte werden können, werde ich diesen Laden nie mehr betreten und möchte auch die Nutzer hier auf Qype und meine Freunde davor bewahren in solch eine unangenehme Situation zu geraten.

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Marianne Graff

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