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Das Opernpalais Unter den Linden
Das Opernpalais Unter den Linden
Angaben des Inhabers

Das Opernpalais Unter den Linden

Das heutige Opernpalais entstand 1733, als der Baumeister Friedrich Wilhelm Dietrichs im Auftrag des Preußischen Finanzministers Cocceji zwei Privathäuser durch einen Mittelgang zu einem Ganzen verband.

Im Jahre 1755 ging das Palais an den Markgrafen von Schwedt, 1788 an den Prinzen Ludwig und nach dessen Tod übernahm es sein Bruder König Friedrich Wilhelm III., der das nebenan gelegene Kronprinzenpalais als Residenz nutze.

Für die architektonische Einheitlichkeit sorgte 1811 der Baumeister Heinrich Gentz durch einen klassizistischen Kopfbau bis an die Lindenfront und einen Übergang zum Kronprinzenpalais in der Oberwallstrasse.

In das so erweiterte Palais zogen die drei Töchter des Königs und seiner Gemahlin, Königin Luise von Preussen, die dem Gebäude seinen Namen gaben.
Die Königstöchter Charlotte, Friederike und Alexandra bewohnten die Räume in der ersten Etage und es soll zeitweise recht turbulent zugegangen sein - sogar Balgereien und Kissenschlachten soll es gegeben haben. Als Elternpaar zeigten sowohl Luise als auch Friedrich Wilhelm erhebliche Toleranz.

1922 zog das Schinkelmuseum in das Prinzessinnenpalais, mußte aber unter der Naziherrschaft für das Volkskundemuseum freigemacht werden.

In den Jahren 1961-1963 wurde gleichzeitig mit dem Neubau der Staatsoper von Prof. Paulick, das bis auf die Außenmauern zerstörte Palais wieder aufgebaut und errang als "Operncafé" einen hohen Bekanntheitsgrad.

Die Fassaden wurden nach historischem Vorbild wieder hergestellt und wo sich heute die Café-Terrasse befindet, lag ursprünglich ein Garten mit Bäumen, nach vorne durch eine Mauer abgeschlossen.

Besonders reizvoll ist das Treppenhaus mit dem schmiedeeisernen originalen Geländer aus dem 18. Jahrhundert, das aus dem ehemaligen Schloß Buch stammt und über dem sich heute eine kobaltblaue Sternenkuppel nach Schinkels Entwurf für die Zauberflöte befindet.

In den Jahren 1990 und 1991 wurde der gesamte Komplex von Manfred Otte neu konzipiert und als gastronomisches Zentrum ganz besonderer Art dem Publikum präsentiert.

Opernpalais
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