Mehringdamm

Hausnummern PLZ Ortsteile
8-129 10965, 10961 Kreuzberg, Tempelhof
Mehringdamm → Details
PostleitzahlNr. 8-7210961
Nr. 73-129C10965
OrtsteilNr. 8-128Kreuzberg
Nr. 129-129CTempelhof
ÖPNV Zone A Bus M19, M41, 140, 248 — U‑Bahn 1, 6 Hallesches Tor, U‑Bahn 6, 7 Mehringdamm, U‑Bahn 6 Platz der Luftbrücke
Straßenverlauf von Wilhelmstraße und Tempelhofer Ufer bis Dudenstr, Tempelhofer Damm, Columbiadamm und Platz der Luftbrücke, rechts gerade, links ungerade
Falk‑Stadtplan Planquadrat NO 16
Mehringdamm → Örtliche Zuständigkeiten
ArbeitsagenturNr. 8-128Berlin Mitte
Nr. 129Tempelhof-Schöneberg
AmtsgerichtNr. 8-128Tempelhof-Kreuzberg
Nr. 129Tempelhof-Kreuzberg
FamiliengerichtNr. 8-128Tempelhof-Kreuzberg
Nr. 129Tempelhof-Kreuzberg
FinanzamtNr. 8-128Friedrichshain-Kreuzberg
Nr. 129Tempelhof
PolizeiabschnittNr. 8-128A 52
Nr. 129A 44
VerwaltungsbezirkNr. 8-128Friedrichshain-Kreuzberg
Nr. 129-129CTempelhof-Schöneberg
Mehringdamm → Standortprofil
Berliner Mietspiegel 2009
WohnlageNr. 8-128 geradeeinfach
Nr. 13-21 ungerademittel
Nr. 25-57 ungeradeeinfach
Nr. 59einfach
Nr. 61-121 ungeradeeinfach
Nr. 129mittel
LärmbelästigungNr. 8-128 geradeJa
Nr. 13-21 ungeradeJa
Nr. 25-57 ungeradeJa
Nr. 59Nein
Nr. 61-121 ungeradeJa
Nr. 129Nein
Nr. 129Ja
Mehringdamm → Geschichte
Ehemaliger BezirkNr. 8-128Kreuzberg
Nr. 129Tempelhof
Alte Namen Franz-Mehring-Straße (1946-1947), Tempelhofer Straße (1837-1864), Belle-Alliance-Straße (1864-1946)
Name seit 31.7.1947
Erläuterung

Mehring, Franz Erdmann, * 27.2.1846 Schlawe (Pommern), + 29.1.1919 Berlin, Publizist.

Mehring, Franz, * 27.2.1846 Schlawe (Pommern), + 29.1.1919 Berlin, Schriftsteller und Redakteur.

Er promovierte 1882 zum Dr. phil. und war ab 1891 Mitglied der SPD und Mitherausgeber der sozialdemokratischen Wochenschrift "Die Neue Zeit". Von 1902 bis 1907 war er Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung", und von 1906 bis 1911 lehrte er als Dozent an der sozialdemokratischen Parteischule. Er sprach sich 1914 gegen die Bewilligung der Kriegskredite aus. 1916 war er einer der Mitbegründer der Spartakusgruppe und im November 1918 des Spartakusbundes. Er war Abgeordneter der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 1919 gehörte er zu den Begründern der KPD. Mehring gilt als führender marxistischer Historiker der deutschen Arbeiterbewegung vor dem Ersten Weltkrieg und begründete eine marxistisch orientierte Literaturwissenschaft. 1914 wohnte er in Berlin-Steglitz, Kantstraße 16. Zu seinen Werken gehören "Die Lessing-Legende" (1893) und "Geschichte der deutschen Sozialdemokratie" (1897/98), er war Mitherausgeber der "Spartakusbriefe" ab 1915. Mehring untersuchte als erster unter marxistischem Ansatz die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Nach seinem Tode wurde er zunächst in Steglitz beigesetzt; 1926 wurden seine sterblichen Überreste in die Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde überführt.

Der Mehringdamm lag zum Zeitpunkt seiner Benennung nur in Kreuzberg. Sein vorheriger Name war Belle-Alliance-Straße, die 1864 benannt und 1946 vorerst in Franz-Mehring-Straße umbenannt worden war. Ein neuer Straßenabschnitt zwischen Obentrautstraße und Tempelhofer Ufer wurde am 2. September 1974 ebenfalls in Mehringdamm benannt.


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