Ossietzkystraße

Hausnummern PLZ Ortsteile
1-45 13187 Pankow, Niederschönhausen
Ossietzkystraße → Details
Postleitzahl13187
OrtsteilNr. 1-33Pankow
Nr. 44-45Niederschönhausen
ÖPNV Zone B Tram M1, 50 — Bus 107, 155, 250, 255 — U‑Bahn 2 Pankow  — S‑Bahn 2, 8, 9 Pankow
Straßenverlauf von Breite Straße über Majakowskiring zum Schloßpark (Sackgasse), rechts gerade, links ungerade
Falk‑Stadtplan Planquadrat E 17
Ossietzkystraße → Örtliche Zuständigkeiten
ArbeitsagenturPankow
AmtsgerichtPankow/Weißensee
FamiliengerichtPankow/Weißensee
FinanzamtPankow/Weißensee
PolizeiabschnittA 13
VerwaltungsbezirkPankow
Ossietzkystraße → Standortprofil
Berliner Mietspiegel 2009
WohnlageNr. 1-5 ungerademittel
Nr. 2mittel
Nr. 4-26 gerademittel
Nr. 7-13 ungerademittel
Nr. 19-45 ungeradegut
Nr. 44gut
LärmbelästigungNr. 1-5 ungeradeJa
Nr. 2Ja
Nr. 4-26 geradeNein
Nr. 7-13 ungeradeNein
Nr. 19-45 ungeradeNein
Nr. 44Nein
Ossietzkystraße → Geschichte
Ehemaliger BezirkPankow
Alte Namen Schloßstraße (Ende 19. Jh.-1948), Dorfstraße nach Niederschönhausen (nach 1791-Ende 19. Jh.)
Name seit 25.5.1948
Erläuterung

Ossietzky, Carl von, * 3.10.1889 Hamburg, + 4.5.1938 Berlin, Publizist, Opfer des NS-Regimes.

Er wurde nach einer kaufmännischen Lehre Angestellter beim Hamburger Senat und wandte sich danach der Journalistik zu. 1919/20 war er Sekretär der Deutschen Friedensgesellschaft in Berlin und organisierte als überzeugter Pazifist die Bewegung "Nie wieder Krieg". Zwischen 1920 und 1926 arbeitete er als Redakteur bei der "Volks-Zeitung" und bei der Zeitschrift "Das Tagebuch", 1927 bis 1933 war er mit Kurt Tucholsky Herausgeber der Zeitschrift "Die Weltbühne". Aufgrund eines Artikels über die heimliche Aufrüstung der Reichswehr wurde er im November 1931 im "Weltbühnen-Prozeß" wegen Landesverrats und Verrats militärischer Geheimnisse zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, Weihnachten 1932 jedoch amnestiert. 1933, nach dem Reichstagsbrand, verhaftete ihn die Gestapo, er kam 1934 ins Konzentrationslager Sonnenburg, später ins Konzentrationslager Esterwegen/Emsland. 1936 wurde ihm der Friedensnobelpreis für 1935 verliehen. Die deutsche Regierung verbot ihm und von da an allen Reichsdeutschen die Annahme dieser Ehrung. Weltweiter Protest erzwang 1938 die Freilassung Ossietzkys, der an Tuberkulose erkrankt war. Er wurde unter Polizeiaufsicht gestellt und starb noch im selben Jahr an den Haftfolgen im Nordend-Krankenhaus in Niederschönhausen. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Städtischen Friedhof Pankow IV in Niederschönhausen, Buchholzer Straße.


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