Thomas-Mann-Straße

Hausnummern PLZ Ortsteil
1-65 10409 Prenzlauer Berg
Thomas-Mann-Straße → Details
Postleitzahl10409
OrtsteilPrenzlauer Berg
ÖPNV Zone B Tram M4 — Bus 156, 200 — Zone A S‑Bahn 41, 42, 8, 85, 9 Greifswalder Str
Straßenverlauf Nr 2-20 gerade und 1-3 ungerade von Greifswalder Straße bis Pieskower Weg, Nr 17-35 ungerade von Hanns-Eisler Straße 30 abgehend, Nr 37-65 ungerade von Hanns-Eisler-Straße 40 abgehend
Falk‑Stadtplan Planquadrat H 19-20
Thomas-Mann-Straße → Örtliche Zuständigkeiten
ArbeitsagenturPankow
AmtsgerichtMitte
FamiliengerichtPankow/Weißensee
FinanzamtPrenzlauer Berg
PolizeiabschnittA 16
VerwaltungsbezirkPankow
Thomas-Mann-Straße → Standortprofil
Berliner Mietspiegel 2009
WohnlageNr. 1einfach
Nr. 2-20 geradeeinfach
Nr. 3-37 ungeradeeinfach
Nr. 47-65 ungerademittel
LärmbelästigungNr. 1Ja
Nr. 2-20 geradeNein
Nr. 3-37 ungeradeNein
Nr. 47-65 ungeradeNein
Thomas-Mann-Straße → Geschichte
Ehemaliger BezirkPrenzlauer Berg
Name seit 24.1.1976
Erläuterung

Mann, Thomas, * 6.6.1875 Lübeck, + 12.8.1955 Kilchberg b. Zürich, Schriftsteller, Opfer des NS-Regimes.

Im Jahre 1891 siedelte die alteingesessene Lübecker Familie nach München über. Thomas Mann folgte ihr 1894 dorthin. Er arbeitete zuerst als Volontär bei einer Feuerversicherungsgesellschaft. Seine erste Novelle schrieb er 1894. Nach einer Italienreise mit seinem Bruder Heinrich Mann begann er die Arbeit an den "Buddenbrooks" (1901). 1898/99 arbeitete Thomas Mann am "Simplicissimus" mit. Er schuf zahlreiche Novellen, wie "Tristan", "Tonio Kröger" u. a. 1914 stand er dem Beginn des Ersten Weltkriegs, im Gegensatz zu seinem Bruder Heinrich, bejahend gegenüber. Seine Haltung schrieb er in den "Betrachtungen eines Unpolitischen" 1918 nieder. 1926 verlieh ihm der Senat seiner Vaterstadt die Ehrendoktorwürde. Von 1926 bis 1933 war er Mitglied der Preußischen Dichterakademie. 1929 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. In seiner Novelle "Mario und der Zauberer" warnte er 1930 vor der faschistischen Gefahr. 1933 emigrierte Thomas Mann mit seiner Familie in die Schweiz. Die NS-Behörden bürgerten ihn 1936 aus und entzogen ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Bonn. 1938 siedelte er in die USA über, wo er Gastvorlesungen hielt. Während des Zweiten Weltkriegs ab 1942 sprach er fünfundzwanzigmal über den Londoner Rundfunk zu den Deutschen ("Deutsche Hörer"). Er entlarvte die NS-Politik und appellierte an den Humanismus der Deutschen. 1949 - im Goethe-Jahr - besuchte er erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder Deutschland. 1952 kehrte er nach Europa zurück und nahm seinen Wohnsitz in der Schweiz. Zu seinen bekanntesten Werken gehören neben den oben erwähnten: "Königliche Hoheit" (1909), "Der Tod in Venedig" (1912), "Der Zauberberg" (1924), die Tetralogie "Joseph und seine Brüder" (1933 - 1943), "Lotte in Weimar" (1939), "Dr. Faustus" (1947), "Die Bekenntnisse des Hochstaplers "Felix Krull" (1954).


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