Bismarckstraße

Postleitzahlen für Bismarckstraße 1-64 Ortsteile für Bismarckstraße 1-64
13585 Spandau

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Allgemeines zu Bismarckstraße
Postleitzahl13585
OrtsteilSpandau
ÖPNV Zone B Bus M37, M45, 134, 136, 137, 236, 671 — U‑Bahn 7 Altstadt Spandau
Straßenverlauf von Neuendorfer Straße bis Flankenschanze Nr 1-21, zurück 50-65
Falk‑Stadtplan Planquadrat H 6
Geschichte von Bismarckstraße
Ehemaliger BezirkSpandau
Alte Namen Spektestraße (1890-1891)
Name seit 1891

Bismarck-Schönhausen, Otto Eduard Leopold, Graf von, 1. Fürst von, Herzog von Lauenburg, * 1.4.1815 Schönhausen, † 30.7.1898 Friedrichsruh, Politiker.

Der Gutsherrensohn, der in Berlin sein Abitur abgelegt und einen Teil seiner Studienjahre verlebt hatte, begab sich 1845 in die Politik. Die 48er Revolution sah von Bismarck auf Seiten des Königs und als Fürsprecher einer bewaffneten Niederschlagung der Revolution. Zwischen 1851 und 1862 war er preußischer Gesandter beim Bundestag in Frankfurt am Main, in St. Petersburg und in Paris. Am 8.10.1862 ernannte ihn Wilhelm I. (1797–1888) zum preußischen Ministerpräsidenten und Außenminister. Am 30. 9. desselben Jahres hatte Bismarck im Preußischen Abgeordnetenhaus seine berühmte Rede gehalten, in der es heißt: „... nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen entschieden – das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut.“ Ganz in diesem Sinne arbeitete er zielstrebig für sein Ziel, der deutschen Einigung von oben. Dafür nutzte der Staatsmann auch die Kriege von 1864 und 1866, die Preußen die Vorherrschaft im Deutschen Bund sicherten. Die Berliner waren Bismarck gegenüber allerdings zu dieser Zeit noch sehr distanziert. Als dieser anlässlich der Veröffentlichung der Verfassung des Norddeutschen Bundes im Dezember 1866 – Bismarck wurde Kanzler des Norddeutschen Bundes – zum Ehrenbürger der Stadt ernannt werden sollte, wurde dies mehrheitlich abgelehnt. Der Krieg 1870/71 gegen Frankreich war die letzte entscheidende militärische Weichenstellung zur Schaffung eines einheitlichen deutschen Reiches unter Preußens Führung und unter Ausschluss Österreichs. Am 18.1.1871 wurde im Spiegelsaal zu Versailles Wilhelm I. zum Kaiser ausgerufen. Bismarck wurde zum Reichskanzler ernannt, mit dem Gut Friedrichsruh (Sachsenwald) beschenkt und in den Fürstenstand erhoben. Im Zusammenhang mit der Reichsgründung erhielt er am 16.3.1871 das ihm noch 1866 verweigerte Berliner Ehrenbürgerrecht. In den siebziger und achtziger Jahren setzte Bismarck alles daran, das Deutsche Reich innenpolitisch zu stärken und außenpolitisch abzusichern. Dabei kam es zu innenpolitischen Konflikten mit dem katholischen Zentrum und der Sozialdemokratie, die sich in „Kulturkampf“ und „Sozialistengesetz“ niederschlugen. Damals wohnte und arbeitete Bismarck in der Wilhelmstraße 77, dem Dienstsitz des Reichskanzlers. Zwei Jahre nach der Thronbesteigung Wilhelms II. (1859–1941) kam es 1890 zu unüberbrückbaren Differenzen zwischen Kanzler und Kaiser. Der Monarch entließ den Reichskanzler.

Die neu angelegte Straße, die 1890 in Spektestraße benannt worden war, erhielt wegen ihrer für damalige Verhältnisse großzügig gebauten Wohnhäuser im Jahre 1891 den Namen Bismarckstraße.

Örtliche Zuständigkeiten für Bismarckstraße
ArbeitsagenturSpandau
JobcenterSpandau
AmtsgerichtSpandau
GrundbuchamtSpandau
FamiliengerichtTempelhof-Kreuzberg
FinanzamtSpandau
PolizeiabschnittA 21
VerwaltungsbezirkSpandau