Mendelstraße

Postleitzahlen für Mendelstraße 1-54 Ortsteile für Mendelstraße 1-54
13187 Pankow

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Allgemeines zu Mendelstraße
Postleitzahl13187
OrtsteilPankow
ÖPNV Zone B Tram 50
Straßenverlauf von Damerowstraße bis Am Schloßpark und Galenusstraße
Falk‑Stadtplan Planquadrat DE 18
Geschichte von Mendelstraße
Ehemaliger BezirkPankow
Alte Namen Elmstraße (1938-1947)
Name seit 1893

Mendel, Emanuel, * 28.10.1839 Bunzlau, + 23.6.1907 Pankow, Mediziner, Kommunalpolitiker.

Mendel stammte aus einer bürgerlichen jüdischen Familie. Er studierte in Breslau, Wien und Berlin Medizin und Psychologie und promovierte 1860 an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. 1861 erhielt er seine Approbation und ließ sich im Dorf Pankow als Arzt nieder. Er gründete 1868 Breite Straße 18 eine Privatklinik für psychisch erkrankte Menschen und leitete die Anstalt, die bis 1895 in seinem Besitz verblieb, bis 1885. Mendel habilitierte sich 1871 an der Berliner Universität und lehrte dort ab 1873 als Privatdozent. Er gründete 1882 das "Neurologische Zentralblatt", das er auch herausgab. 1884 berief ihn die Berliner Universität zum außerordentlichen Professor. In jenen Jahren schrieb er seine Erkenntnisse und Forschungsergebnisse nieder. So wurden 1880 die Werke "Die progressive Paralyse der Irren" und 1881 "Die Manie" verlegt. 1902 erschien sein "Leitfaden der Psychatrie". 1877 bis 1881 war er als Abgeordneter der Deutschen Fortschrittspartei Mitglied des Deutschen Reichstags. Mendel war jahrelang in Pankow als Gemeindearzt tätig. Er war Mitbegründer des „Jüdischen Zentralvereins“. Als Parlamentarier nahm er wesentlichen Einfluß auf den Bau des Pankower Krankenhauses. Mendel war Vorstandsmitglied und ab 1904 Vorsitzender des "Hilfsvereins für Jüdische Studierende", Gemeindevertreter in Pankow und Mitglied des Kreistags des Kreises Niederbarnim. Er wohnte mit seiner Familie ab 1899 in Pankow Breite Straße 44, später hatte er noch eine Wohnung Schiffbauerdamm 20. Die Gemeinde ehrte ihn 1911 durch eine Marmorbüste des Bildhauers P. Becker vor dem Krankenhaus in der Galenusstraße, die 1935 von den Nationalsozialisten entfernt wurde und bis heute als verschollen gilt. Mendels Urne befindet sich auf dem Urnenfriedhof in der Gerichtsstraße in Wedding.

Für den Bau des ersten Pankower Wasserwerkes schenkte Mendel der Gemeinde zwei Morgen Land. 1893 erhielt deshalb eine der dort entstandenen Straßen seinen Namen. 1938 in Elmstraße umbenannt, erheilt sie 1947 ihren alten Namen zurück.

Örtliche Zuständigkeiten für Mendelstraße
ArbeitsagenturPankow
JobcenterPankow
AmtsgerichtPankow/Weißensee
GrundbuchamtMitte
FamiliengerichtPankow/Weißensee
FinanzamtPankow/Weißensee
PolizeiabschnittA 13
VerwaltungsbezirkPankow