Mildred-Harnack-Straße

Postleitzahlen für Mildred-Harnack-Straße Ortsteile für Mildred-Harnack-Straße
10243 Friedrichshain

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Allgemeines zu Mildred-Harnack-Straße
Postleitzahl10243
OrtsteilFriedrichshain
ÖPNV Zone A Tram M10, M13 — Bus 142, 240, 248, 347 — U‑Bahn 1 Warschauer Str  — S‑Bahn 5, 7, 75 Warschauer Straße
Straßenverlauf von Mühlenstraße bis Helen-Ernst-Straße
Falk‑Stadtplan Planquadrat M 19-20
Geschichte von Mildred-Harnack-Straße
Ehemaliger BezirkFriedrichshain
Name seit 16.11.2006

Harnack-Fish, Mildred, geb. Fish, * 16.9.1902 Milwaukee (USA), † 16.2.1943 Berlin, Philologin, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime.

Harnack-Fish, Mildred, geb. Fish, * 16.9.1902 Milwaukee (USA), † 16.2.1943 Berlin,
Philologin, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime.1919 legte sie ihr Reifezeugnis ab und studierte 1920/21 an der George Washington University. Das Studium der englischen Philologie und Literaturgeschichte setzte sie von 1921 bis 1925 an der Universität in Madison fort. 1926 erwarb sie den Magister Artis. Am 7.8.1926 heiratete sie Arvid Harnack (1901–1942). Im Juni 1929 folgte sie ihm als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach Deutschland. Sie vervollkommnete ihr Wissen durch philologische Studien in Jena, Gießen und Berlin. 1931 erhielt sie eine Anstellung als Lektorin an der Berliner Universität. Von 1932 bis 1936 lehrte sie am Berliner Städtischen Abendgymnasium. Am 1.4.1936 zog die Familie in den Bezirk Tiergarten, Woyrschstraße 16. Nach einer Studienreise 1937 in die USA promovierte Mildred Harnack am 20.11.1941. 1941/42 war sie Sprachlehrbeauftragte an der Universität. Durch ihre Bekanntschaft mit Greta Kuckhoff (1902–1981) fügte sich eine Gruppe von Antifaschisten zusammen. 1940 trafen die Harnacks erstmals das Ehepaar Schulze-Boysen. Die Gruppe kämpfte illegal gegen die Faschisten. Auf einer Reise nach Ostpreußen wurden sie am 7.9.1942 verhaftet und in die Gestapozentrale Prinz-Albrecht-Straße überführt. Danach kam Mildred Harnack ins Untersuchungsgefängnis in der Charlottenburger Kantstraße. Das Reichskriegsgericht verurteilte sie am 19.12.1942 zu sechs Jahren Zuchthaus. Das Urteil wurde von Hitler aufgehoben. Es wurde eine zweite Gerichtsverhandlung vom 13. bis 16.1.1943 durchgeführt, in der die Todesstrafe ausgesprochen wurde. Sie starb unter dem Fallbeil in Plötzensee. Für Arvid und Mildred Harnack befindet sich auf dem Friedhof Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 30, eine symbolische Grabstätte.

Sie liegt auf dem Gelände der Anschutz Entertainment Group nahe dem Ostbahnhof.

Örtliche Zuständigkeiten für Mildred-Harnack-Straße
ArbeitsagenturBerlin Mitte
JobcenterFriedrichshain-Kreuzberg
AmtsgerichtKreuzberg
GrundbuchamtKreuzberg
FamiliengerichtKreuzberg
FinanzamtFriedrichshain-Kreuzberg
PolizeiabschnittA 51
VerwaltungsbezirkFriedrichshain-Kreuzberg