Reuterplatz

Postleitzahlen für Reuterplatz 1-5 Ortsteile für Reuterplatz 1-5
12047 Neukölln

Alles was wichtig ist zu Reuterplatz in Berlin, hausnummerngenaue Informationen zu PLZ, Ortsteil, örtlichen Zuständigkeiten, Standortprofil und mehr. Reuterplatz hat die Hausnummern 1-5, gehört zum Ortsteil Neukölln und hat die Postleitzahl 12047. Finde auch etwas über die Geschichte oder starte eine beliebige Umkreissuche von hier.

Allgemeines zu Reuterplatz
Postleitzahl12047
OrtsteilNeukölln
ÖPNV Zone A Bus 171, 194, 344 — U‑Bahn 7, 8 Hermannplatz
Straßenverlauf an Reuterstraße und Nansenstraße
Falk‑Stadtplan Planquadrat O 19
Geschichte von Reuterplatz
Ehemaliger BezirkNeukölln
Name seit 9.2.1901

Reuter, Fritz (Friedrich) Heinrich Ludwig Christian, * 7.11.1810 Stavenhagen, heute Reuterstadt Stavenhagen, † 12.7.1874 Eisenach, Schriftsteller.

Reuter besuchte ab 1824 die Gelehrtenschule in Friedland und ab 1828 das Gymnasium in Parchim. Ab 1831 studierte er in Rostock und Jena Jura und schloss sich den Burschenschaften an. 1833 wurde er in Berlin wegen der Teilnahme u. a. am Hambacher Fest verhaftet und in das Polizeigefängnis Am Molkenmarkt 1–2 eingeliefert. Von dort kam er am 1.1.1834 in die Hausvogtei. 1836 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, wurde Reuter 1837 zu 30 Jahren Festung begnadigt. 1840 wurde er aus der Haft in Dömitz, Mecklenburg-Schwerin, entlassen. Nach zwei weiteren Jura-Semestern in Heidelberg musste er sein Studium wegen Trunksucht und Jähzorn abbrechen. 1842–1845 arbeitete er „Strom“, als Volontär in der Landwirtschaft, 1850–1856 in Treptow an der Tollense (heute Altentreptow) als Hauslehrer. 1846/47 begann Reuter, sich als Schriftsteller zu betätigen. Seinem Erstling "Die Feier des Geburtstages der regierenden Gräfin“ im Mecklenburg-Jahrbuch 1846/47 folgten Geschichten, Gedichte und die Verserzählung "De Reis na Belligen" (1856). 1855/56 schrieb und redigierte Reuter ein „Unterhaltungsblatt für beide Mecklenburg und Pommern". 1856–1863 lebte er mit seiner Frau in Neubrandenburg, wo ihm der Durchbruch zum mecklenburgischen Mundartdichter gelang. Berühmt wurde er vor allem durch seine Versdichtung „Kein Hüsung“ (1857), seine zum Teil autobiographischen Romane „Ut de Franzosentid“ (1859), „Ut mine Festungstid“ (1862) und „Ut mine Stromtid“ (1862/64) und die Erzählung „Dörchläuchting“ (1866). Ab 1858 leistete der Verleger Detloff Carl Hinstorff (1811–1882) einen wesentlichen Beitrag zu Reuters Bekanntwerden. Ab 1863 lebte Reuter in Eisenach, ab 1868 in einem selbstgebauten Haus. 1864 unternahm er eine Orientreise, die er in „De mecklenbörgschen Montecci un Capuletti oder de Reis na Konstantinopel" (1868) verarbeitete. Im Wesentlichen endet damit Reuters Schaffensperiode. Bismarck nannte ihn 1866 einen auserwählten Volksdichter, Denkmäler wurden um die Jahrhundertwende zu Reuters Ehren errichtet, und seine Werke wurden in Gesamtausgaben im niederdeutschen Sprachraum verbreitet. Als Volksdichter, Humorist und kritisch-realistischer Prosaschriftsteller gehört er zur deutschen Literatur.

Vorher Platz 20 a und Platz Y des Bebauungsplanes.

Örtliche Zuständigkeiten für Reuterplatz
ArbeitsagenturBerlin Süd
JobcenterNeukölln
AmtsgerichtNeukölln
GrundbuchamtNeukölln
FamiliengerichtTempelhof-Kreuzberg
FinanzamtNeukölln
PolizeiabschnittA 54
VerwaltungsbezirkNeukölln