Evangelischer Friedhof Dorotheenstadt I - Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderscher Kirchhof

Berlin‑Mitte
  • Evangelischer Friedhof Dorotheenstadt I - Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderscher Kirchhof Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte

    Chausseestraße 126
    10115 Berlin
    Route planen Telefon Work 030 4617279
    • 52.5288524529904
    • 13.3850182592869
6 Fotos im Album Mitte, Chausseestraße 126, Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden Grabstätte Friedrich Eduard Hoffmann; Erfinder der Ringöfen
Mitte, Chausseestraße 126, Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden Grabstätte Friedrich Eduard Hoffmann; Erfinder der Ringöfen
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Aus der Redaktion

Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden

Der jetzt 17 000 m² große Friedhof wurde zunächst für die Dorotheenstädtische Gemeinde 1762 angelegt. Der 1777 in unmittelbarer Nähe gegründete Friedhof der Friedrichswerderschen Gemeinde wurde 1887 zur Bebauung des Grundstückes verkauft, die Gemeinde bestattete daraufhin ihre Toten auf dem Friedhof, der zwischen 1814 und 1826 dreimal vergrößert wurde. Dennoch musste der Friedhof in den 1860er Jahren zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden. Als 1889 die angrenzende Hannoversche Straße verbreitert werden sollte, wurden Teile des Geländes verkauft und u. a. die dort befindlichen Grabstellen der Philosophen Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Friedrich Hegel an ihren jetzigen Ruheort umgebettet. Im II. Weltkrieg wurde der Friedhof teilweise zerstört. Einige Grabmale haben führende Künstler des preußischen Klassizismus geschaffen, wie Christian Daniel Rauch, Johann Gottfried Schadow, Karl Friedrich Schinkel, die auch hier beigesetzt sind. Auf dem Eingangsweg steht seit 1975 ein Marmorstandbild des Reformators Martin Luther (1483–1546) aus der Dorotheenstädtischen Kirche. Auf dem Friedhof fanden und finden auch heute bevorzugt bedeutende Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler und Politiker ihre letzte Ruhe. Dazu gehören: der Schriftsteller Johannes R. Becher, der Bildhauer Gustav Blaeser, der „Vater der preußischen Industrie“ Wilhelm Beuth, der Philologe und Historiker August Boeckh, der Unternehmer August von Borsig, der Dramatiker und Lyriker Bertolt Brecht, der Arzt Theodor Brugsch, der Politiker Johannes Dieckmann (1893–1969), der Komponist Hanns Eisler, der Regisseur Erich Engel, der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland, der Literaturwissenschaftler Werner Krauß (1900–1976), der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff, der Erfinder Ernst Litfaß (1816–1874) , der Politiker Hans Loch (1898–1960), Gustav von Magnus, der Schriftsteller Heinrich Mann (1871–1950), der Dramaturg Heiner Müller, der Politiker Otto Nuschke (1883–1957), die Schriftstellerin Anna Seghers (1900–1983), der Wissenschaftler Wolfgang Steinitz (1905–1967), der Komponist Rudolf Wagner-Régeny (1903–1969), Helene Weigel, Arnold Zweig (1887–1968). Außerdem befindet sich hier ein Gedenkstein für Widerstandskämpfer und NS-Opfer, wie Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnányi (1902–1945). Der Friedhof steht unter Denkmalschutz.

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Erlebnis von katjaS
place 4 von 5 Punkten 09.08.11

Hier hat man mittags manchmal den Eindruck gar nicht mehr auf einem Friedhof zu sein, so viele Touristen, Pausenmacher, Spaziergänger und Spatzen tummeln sich hier.

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